Angst vor Parkinson

 

 

Dr.med. Alexander Nass
A. f. Neurologie u. Psychiatrie, Psychotherapie
Dellbrücker Hauptstraße 90
51069 Köln
Tel. 0221-687810, Fax 0221 6897568

 

Erläuterung der Ausgangssituation

Objektivierung = Steigerung der eigenen Sachlichkeit

In der neurologischen Praxis wird immer wieder die Situation beobachtet, dass ein/e Betroffene/r bemerkt, dass es ihr/ ihm nicht besonders gut geht, jedoch weiß, dass eine Erhöhung der Medikamenten- Dosierung zumindest auch Nachteile mit sich bringen könnte.

Aufgrund dessen fragt sich verständlicherweise die /der Betreffende, ob sie/er nun unbedingt die Dosis erhöhen sollte; spätestens jetzt taucht die Frage auf, ob sie/er sich Nachteile nicht vielleicht doch nur einredet.

Für einige Beschwerden besteht die Möglichkeit, deren Ausmaß zu objektivieren; mit Hilfe einer weitgehend objektiven Messung (in der Biologie lässt sich allerdings über die Objektivität von Untersuchung trefflich streiten) kann diese Situation entschärft werden: durch vorher/nachher Untersuchungen lässt sich belegen, ob das Ausmaß einer Veränderung sich tatsächlich ver-schlechtert (oder gar verbessert) hat, wodurch eine sehr willkommene Entscheidungshilfe verfüg-bar wird.

Derzeit bezieht sich dieser Vorschlag auf: Zittern, Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Fahr-tauglichkeit, Bewegungsstörungen, (Krankheit der) unruhigen Beine. Diese Liste wird ständig erweitert.

So sinnvoll dieses Vorgehen auch sein mag, stellt es in der Landschaft der heutigen Gesundheits- versorgung in der BRD keine Maßnahme dar, die" wirtschaftlich, ausreichend oder notwendig" im Sinne der RVO wäre; somit fällt sie in die Kategorie der individueller Gesundheitsleistungen (IGEL) und muss somit vom Patienten selbst getragen werden.

Da es sich andererseits jedoch auch um ganz neue Leistungen handelt, die zwar wissenschaftlich anerkannt sind, jedoch noch keinen Zugang in die GOÄ gefunden haben, werden bei Privatpatienten auf den Rechnungen Analog- Positionen aufgeführt; die/der Patient/in verpflichtet sich durch seine Unterschrift, die Gebühr selber zu bezahlen, sofern die in Rechnung gestellte Analog- Position von der Versicherung/Beihilfe nicht anerkannt wird. In diesem Fall bezahlt sie/er allerdings den Betrag, den auch gesetzlich Versicherte bezahlen würden (niedrigster Steigerungsfaktor).

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